In seinem neuen 6-teiligen Film erzählt Thomas Junker seinen Zuschauern Geschichten Vom Ende der Welt. Zu diesem Zweck reist er in Regionen, die wahrlich am Rande der Zivilisation liegen und meist nur sehr schwer zu erreichen sind.
Der Film startet auf Chatham Island im Pazifik. Hier beginnt ein jeder neue Tag der Erde, geht die Sonne zuerst auf.
Es folgt Sokotra – das Galapagos des Indischen Ozeans (die Insel liegt vor dem Horn von Afrika) voller endemischer Arten & Drachenblutbäume. Sokotra gehört staatsrechtlich zur Republik Jemen, wird aber vom Emirat Abu Dhabi kontrolliert und kann auch nur von dort angeflogen werden.
Nächste Station ist die nördlichste Siedlung der Erde – Ny Ålesund auf Spitzbergen– Sie liegt keine 1.200 km vom Nordpol entfernt und beherbergt u.a. eine deutsche Forschungsstation des Alfred Wegner Institutes.
Anschließend wird der MDR-Filmemacher auf einem kleinen Expeditionsschiff zwei kleine und von der Außenwelt abgeschiedene Orte an der Ostküste Grönlands (Ittoqqortoormiit, Tasiilaq) anlaufen und dort das Alltagsleben mit seiner Kamera einfangen.
Weitere Geschichten sammelt Junker auf Rapa Nui (Osterinseln). Auf der Insel mit den rund 900 Moai-Statuen (menschliche Figuren mit überdimensionalen Köpfen) steht das traditionelle Tapati-Festival im Mittelpunkt.
Schließlich das Finale in Niue. Auf dieser Insel im Pazifik geht ein jeder Tag der Erde zuletzt zu Ende
Der Film Thomas Junker unterwegs – vom Ender Der Welt ist ein Portrait über die Menschen, die der Filmemacher entlang seiner Wege antreffen wird.
Die sechs Einzelfolgen
Teil 1 Chatham Island – wo der Tag auf er Erde beginnt
Der Film startet auf Chatham Island im Pazifik. Hier beginnt ein jeder neue Tag der Erde, geht die Sonne zuerst auf. Die Insel liegt 800 km östlich von Neuseeland. 680 Menschen, viele Rinder und noch viel mehr Schafe leben hier. Landwirtschaft und die Langustenfischerei dominieren den Alltag. Star der Insel ist Kaai. Ihre Kunst als Gourmet-Köchin wird geschätzt, nicht nur auf Chatham Island
Teil 2 Socotra – das vergessene Ende der Welt
Der endemische Brotfruchtbaum ist das Wahrzeichen der Insel am Horn von Afrika, die offiziell zu Jemen gehört. Defacto aber übt seit vielen Jahren die jemenitische Regierung keine Macht mehr auf der Insel aus. Die liegt in den Händen des Emirates Abu Dhabi. Und das schottet die Insel weitestgehend ab. Einen frei im Internet buchbaren Flug nach Socotra gibt es nicht. Ein Besuch bedarf gewisser Genehmigungen. Zudem ist die Inselgesellschaft inzwischen stark islamisch geprägt.
Teil 3 Ny Ålesund – die nördlichste Siedlung der Erde
Ny-Ålesund auf der Insel Spitzbergen ist der nördlichste Ort auf der Erde, der dauerhaft besiedelt und keine Militärstation ist. Durch Roald Amundsen und dem Wettkampf, wer zuerst den Nordpol erreichen könnte, wurde Ny-Ålesund in den 1920er Jahren weltbekannt. Heute ist N Ålesund eine hochrangige Forschungsstation. Gleich 11 Länder betreiben hier vor allem Klimaforschung, darunter auch das deutsche Alfred Wegener Insitut.
Teil 4 Ostgrönland – Eisberge, Einsamkeit und Eisbären
Die Ostküste Grönlands ist nahezu unbewohnt und in weiten Teilen auch unberührt. Mit einem kleinen Expeditionsschiff besucht der MDR-Filmemacher die zwei kleinen abgeschiedenen Orte Ittoqqortoormiit und Tasiilaq. Zu ihnen führt keine Straße, kein Weg. Und selbst mit einem Kleinflugzeug kann man sie nicht erreichen. Es ist ein Leben zwischen grandioser Tundralandschaft voller Gletscher, Eisberge, Walen und Eisbären und großer zivilisatorischer Entbehrungen.
Teil 5 Rapa Nui – die Insel der Moai Statuen
Die Moai-Felsköpfe haben Rapa Nui, das vielen auch unter dem Namen Osterinsel bekannt ist, weltberühmt gemacht. Jährlich reisen rund 160.000 Touristen wegen ihnen. Doch für die Insulaner sind nicht die Köpfe, sondern ihr 17-tägiges Tapati-Festival viel wichtiger. In ihm wird die fast 1.000-jährige Kultur der polynesischen Seefahrer am Leben gehalten.
Teil 6 Niue – wo der Tag auf er Erde endet
Niue ist eine der größten Koralleninseln der Welt und zugleich mit 1.510 Einwohner eines der kleinsten Länder der Erde. Da sie knapp östlich der Datumsgrenze liegt, beginnt und endet ein jeder Tag auf der Erde zuallerletzt. Das Leben auf der Insel ist geprägt von pazifischer Gelassenheit, traditionellen Umu-Erdöfen, Vanilleschoten und strengen Gottesdiensten am Sonntag, zu denen die Frauen in Weiß und mit Hut, die Männer im Anzug erscheinen. Doch sollte die Bevölkerung weiter schrumpfen, könnte die Existenz des Gemeinwesens gefährdet sein.